Samavritti – eine kleine Atemübung für Zwischendurch

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Samavritti – eine kleine Atemübung für Zwischendurch

Kleiner Gruß von der Travelling Yogini ☺

Es gibt eine kleine Atemübung, die ich mit Euch teilen möchte: Samavritti oder Quadratatmung, vielleicht kennt Ihr sie auch schon aus einem meiner Kurse.

Samavritti wirkt (kon)zentrierend, d.h. es hilft Euch ganz bei Euch selbst zu sein, „runterzukommen“, Stress abzubauen und neu zu fokussieren.

 

Und so geht’s:

Suche Dir einen ruhigen, gemütlichen Ort und nimm eine bequeme sitzende Haltung ein, in der Du einige Zeit ohne Anstrengung verweilen kannst. Vielleicht wählst Du den Schneidersitz oder Sukhasana. Es ist für den Rücken oft angenehmer wenn Du mit dem Steißbein leicht erhöht auf einer Decke oder einem Kissen sitzt, auch den geraden Rücken an der Wand anlehnen ist erlaubt.

Atme tief durch die Nase ein, zieh die Schultern hoch zu den Ohren und lass sie mit der Ausatmung (ebenfalls durch die Nase) wieder ganz locker fallen. Deine Hände ruhen auf Deinen Knien oder Oberschenkeln. Zieh Deine Schulterblätter leicht nach hinten und unten, schieb Dein Brustbein etwas nach vorne. Dein Bauch ist locker und entspannt und Du kannst Deine Sitzknochen gut als Basis spüren.

Schließe die Augen und lass Deinen Atem nun ganz locker fließen, ohne ihn zu steuern oder zu beeinflussen, ganz frei. Beobachte Deine eigene Atmung und spüre in sie hinein. Fühle, wie sich beim Einatmen die Bauchdecke leicht hebt und Prana, Lebensenergie, in Dich hineinströmt, beim Ausatmen senkt sich die Bauchdecke wieder und Du kannst Dich von allem lösen, was Dich belastet, kannst Dich erden. Atme Dich locker und frei und bleib mit Deinen Gedanken einzig und allein ganz bei Deinem Atemfluss. Nach wenigen Minuten spürst Du, wie Du ruhiger wirst, gelassener, lockerer.

Jetzt hör und spüre Deinen Herzschlag, Deinen ganz eigenen Rhythmus und nutze ihn als Zähler.

Samavritti besteht aus 4 einfachen Schritten:

 

Einatmen – Atempause – Ausatmen – Atempause

 

Atme ein auf 4 Zähler, halte den Atem für 4 Zähler, atme langsam aus auf 4 Zähler, halte den Atem wieder auf 4 Zähler an. Beginne dann wieder von vorne. Die Atmung geht immer durch die Nase und fließt langsam und kontrolliert. Die Atempause wird Kumbhaka genannt, wobei „Kumbha“ ein Ausdruck für Topf oder Gefäß ist, ein Behälter für Prana, Lebensenergie. Wenn Du den Atem anhältst, sammelst Du also Lebensenergie. Ganz wichtig dabei ist, dass Du DEINEN eigenen Rhythmus bzw. Zähler findest. Die o.g. 4 Zähler sind nur ein Beispiel, finde heraus, was sich für Dich gut anfühlt! Die Ein- und Ausatmung sowie das Ateminnehalten sollten Dich keinesfalls stressen oder anstrengen! Vielleicht sind 3 Zähler ideal für Dich, vielleicht auch 5 oder 6. Wenn Du etwas Bequemes gefunden hast, dann bleib für einige Minuten dabei. Es kann sein, dass Du nach mehrfachem Üben das Bedürfnis verspürst, Dich auszudehnen und längere Atemzüge und Pausen zu machen. Aber setz Dich keinesfalls unter Druck, denn jeder Tag ist anders und Du bist an jedem Tag großartig!

 

Ein kleiner Tipp noch zum Schluß: zu Beginn Deiner Atempraxis ist es hilfreich, sich einen Wecker zu stellen; für den Anfang empfehle ich 15 Minuten. Wenn die Zeit abgelaufen ist wirst Du Dich erfrischt und entspannt fühlen, bereit wieder klar zu denken.

Viel Spaß!

Deine Travelling Yogini Meike